Unser Programm

Grundlage für eine Verkehrswende in Erding ist die Stadt der kurzen Wege mit einer wohnortnahen Grundversorgung. Wir stehen für den zügigen Ausbau der Fahrradinfrastruktur mit sicheren Radverkehrsführungen, Bevorzugung des Radverkehrs an Kreuzungen und hochwertigen Fahrradstellplätzen, Straßen mit Priorität für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen sowie die Optimierung des Stadtbusverkehrs mit mehr Bussen am Wochenende. Gute Taktung und kostenlose Stadtbusse sind ein Anreiz, vom Auto auf den ÖPNV umzusteigen. Wir fordern endlich einen durchgängigen 20-Minuten- Takt der S2 und einen Ausbau der Express-S-Bahn.

Zu mehr Aufenthaltsqualität führt die großflächige Ausweisung von Tempo- 30-Zonen und eine verkehrsberuhigte Innenstadt mit einer Fußgängerzone in der Langen Zeile. Die Förderung von Car-Sharing und Ladesäulen an allen Großparkplätzen sind weitere Bausteine einer nachhaltigen Verkehrspolitik.

Eine Verringerung des privaten Pkw-Verkehrs gelingt mit Parkplätzen am Stadtrand und kostenlosen Shuttlebussen ins Zentrum. Die Nordumfahrung lehnen wir ab und fordern zur Entlastung der Freisinger Siedlung eine Werkstraße zur ED 19.

Die autogerechte Stadt aus dem letzten Jahrhundert muss zur menschengerechten Stadt der Zukunft mit einem klimafreundlichen, attraktiven und bedarfsgerechten Mobilitätsangebot umgebaut werden.

Mit einer sozialen und ökologischen Stadtentwicklung in Erding stärken wir den Zusammenhalt. Wir wollen Nachbarschaften und Stadtviertel so gestalten, dass Alt und Jung gut und selbstbestimmt zusammenleben. Lebendige Stadtquartiere, belebte Plätze, kurze Wege und Barrierefreiheit in der ganzen Stadt haben für uns einen hohen Stellenwert.

Wir stellen uns ein verkehrsberuhigtes Zentrum vor, mit gemütlichen Sitzmöglichkeiten ohne Konsumzwang, mit Spielgeräten und Kunst, ein zweites Wohnzimmer für alle, das einlädt zum Flanieren und Verweilen.

Den ausufernden Flächenverbrauch möchten wir durch moderates Verdichten und Nachverdichten, durch Kombination von Gewerbe- und Wohngebieten, durch Vermeidung eingeschossiger Gewerbebauten und durch intelligente Parkplatzlösungen auf ein verträgliches Maß zurückführen.

Konkret fordern wir einen neuen Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Bergham/Aufhausen und ein Mischgebiet südlich der Dachauer Straße. Für das Mayr-Wirt-Areal stellen wir uns ein offenes Bürgerhaus in Kombination mit barrierefreiem Wohnen und einem Nahversorger vor.

Um die ausufernden Grundstückspreise zu begrenzen, schlagen wir vor, dass Baulandwerdung nur durch Erwerb des Grundstückes durch die Stadt möglich ist. Die Wahrung der Identität in Erding ist uns wichtig. Wir wollen, dass Erding Heimat bleibt – weil wir hier leben.

Klimaschutz hat für uns GRÜNE absolute Priorität. Unser Ziel ist das klimaneutrale Erding mit 100 Prozent sauberem Strom aus erneuerbaren Energien und einer klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2035. Wir möchten, dass Erding ein Klimaschutzkonzept und eine Klimaanpassungsstrategie erarbeitet. Jede künftige Entscheidung muss auf Nachhaltigkeit geprüft werden. Wir wollen mehr Energie in Bürger*innenhand – erneuerbare Energie, die von Bürgerenergiegenossenschaften und unseren Erdinger Stadtwerken betrieben werden.

Konkret fordern wir:

  • Energiebeirat
  • Ersatz des Hauptenergieträgers Erdgas durch erneuerbare Energien bei der Fernwärme
  • Baumaßnahmen der Stadt nur im Passivhaus-Standard
  • Klimaneutrale solare Bebauungspläne mit Ausschluss fossiler Versorgung
  • Einstellung von Fachkräften für das Energiemanagement der kommunalen Gebäude sowie der Betreuung von Bauvorhaben
  • Solar geeignete kommunale Dachflächen mit Anlagen ausstatten
  • Solaranlagen bei Neubauten verpflichtend in städtebaulichen Verträgen verankern
  • Große Wärmespeicher zur Nutzung sommerlicher Solarerträge im Winter
  • Beleuchtung von Nebenstraßen bedarfsorientiert steuern
  • Verbrauchssenkung städtischer Einrichtungen
  • Umwelt- und klimafreundliche Stadtentwicklung im Fliegerhorstgelände
  • Energetische Sanierung kommunaler Altbauten

Im Interesse unserer Kinder und Enkelkinder müssen wir sofort handeln!

 

 

Wir GRÜNE setzen uns für eine glaubwürdige kommunale Sozialpolitik ein, die Teilhabe für alle ermöglicht. Wir fördern ein gutes Miteinander der Menschen, die schon länger hier leben und derer, die neu zugewandert sind. Wir haben die tatsächliche Gleichstellung von Menschen, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe und sexueller Orientierung zum Ziel.

Nur ein familienfreundliches Erding ist zukunftsfähig. Wir wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, im alltäglichen Zusammenleben die Vereinbarkeit von Familie und Beruf selbstverständlich zu machen. Ausreichend und qualitativ gute Kinderbetreuung, flexible Angebote und familienfreundliche Öffnungszeiten gehören dazu. Gleiche Bildungschancen für alle und gut ausgestattete Schulen, die eine attraktive Umgebung für gutes Lernen bieten, haben für uns Priorität.

In Erding fehlen Angebote für queere Menschen. Wir fordern einen Aktionsplan für queeres Leben. Unser Ziel sind niedrigschwellige Unterstützungs- und Beratungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Und wir setzen auf Kampagnen zur Steigerung von Akzeptanz in allen Einrichtungen. Dafür ist die Schulung der Berufstätigen in Kinderbetreuungseinrichtungen, Altenheimen und Krankenhäusern nötig.

Eine eigene Stelle im Rathaus für Integration/Inklusion ist unser Ziel. Damit Teilhabe für alle kein Thema in Sonntagsreden bleibt, sondern tatsächlich gelebt wird.

Demokratie lebt vom aktiven Einmischen. Die Stadt ist für uns die Keimzelle der Demokratie – hier wird sie gelebt und kann direkt erfahren werden. Wir möchten eine Kultur des Gehörtwerdens und die politische Partizipation der Bevölkerung alltäglicher machen. Die Öffentlichkeit soll über anstehende Projekte frühzeitig informiert und Bürger*innen zu wichtigen Planungen angehört werden. Dabei ist es wichtig, dass die Ergebnisse der Bürger*innenbeteiligung auch entsprechend in den politischen Entscheidungsprozess einbezogen werden und gleichzeitig dem gewählten Stadtrat der Handlungsspielraum erhalten bleibt. Wir wollen die Möglichkeiten zur Beteiligung der Bürger*innen ausweiten, wenn es um Entscheidungen vor Ort geht. Denn eine lebendige Kommune lebt davon, dass sich die Menschen einmischen, mitreden und mitgestalten. An Workshops möchten wir neben den Bürger*innen alle Akteur*innen des Stadtlebens wie Vereine, Kirchen, NGOs, Unternehmer*innen usw. beteiligen. Am Anfang steht dabei für uns die ausreichende Information der Bürgerschaft. Ein Ratsinformationssystem, das Einblick in Beschlüsse, Vorhaben und Debatten im Rathaus gibt, ist die Basis. Wir können uns auch gut vorstellen, dass öffentliche Sitzungen des Stadtrates live im Internet verfolgt werden können. Mehr Beteiligung führt zu mehr Identifikation – Weil wir hier leben!

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