Lärmschutzgipfel A94 in Rattenkirchen

28.01.20 –

Lärmschutzgipfel A94 in Rattenkirchen am 24.1.2020

Wir, GAL-Stadtratsmitglieder Andi Hartl und Ulli Frank-Mayer, sind am Freitag nach Rattenkirchen gefahren, um am Lärmschutzgipfel A94 teilzunehmen. Eingeladen hatten Stephan Mayer, MdB und Staatssekretär, außerdem Marcel Huber MdL, beide CSU. Anwesend waren außerdem Frau Regierungspräsidentin Els; Herr Kordon, Präsident der Autobahndirektion; Herr Lauw, Geschäftsführer der Isentalautobahn sowie weitere BehördenvertreterInnen, BürgermeisterInnen, Kreis-, Stadt- und GemeinderätInnen aus den Landkreisen Erding, Mühldorf, Altötting und Dorfen. Dieser Gipfel war wirklich hochkarätig besetzt!

Und die wichtigsten Gäste: sehr viele betroffene und lärmgeplagte Frauen, Männer und Kinder, die alle mehr oder weniger weit weg von der A94 wohnen und ihrem Unmut Luft machen wollten. Hauptthema war natürlich die Lärmbelastung, die von der A94 ausgeht und die Menschen quält und krank macht. Die Leute schilderten, aus unterschiedlichen Blickwinkeln und aus verschiedenen Gemeinden kommend, wie sie unter der Lärmbelastung leiden. Alle forderten, dringend und nachdrücklich, baldige Verbesserungen beim Lärmschutz!

Nach der fast 3-stündigen Diskussion, mit vielen engagierten Rednerinnen und Rednern (Andi und ich haben uns auch ins Zeug gelegt), unverzichtbar dabei (redegewandt und kompetent wie immer) unser A94-Widerstands-Urgestein Heiner Müller-Ermann, versuche ich das Ergebnis zusammenzufassen:

- es wurde mehr Transparenz versprochen, Unterlagen und Lärmberechnungen werden online gestellt - es werden Lärmmessungen gemacht auf dem Fahrbahnbelag, am Fahrbahnrand und sogar an einzelnen Gebäuden

- es wird ein Gutachten erstellt, wie die Forderungen und Ergebnisse in konkrete Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt werden könnten. Allerdings: Ob und wie und wann, das blieb leider unklar

- das Tempolimit wird wohl nur „temporär“ bleiben, da haben sich Herr Mayer MdB und Herr Dr. Huber MdL uneinsichtig gezeigt (obwohl natürlich Forderungen auf eine Ausweitung des Tempolimits erhoben wurden)

- uneinsichtig zeigte sich auch Regierungspräsidentin Els: „Es hat im Zuge der Planänderungen keine Verschlechterung der Lärmsituation gegeben.“ Auch das sehen wir anders!

Die GAL hat einen Antrag im Stadtrat Dorfen gestellt, zur Aufklärung über die Auswirkungen der „Planänderung: Änderung von Lärmschutzwänden A94“ von 2015, bei der auf drei Brücken im Gemeindegebiet Dorfen sämtliche hochabsorbierenden Wandanteile gestrichen und durch reflektierende Wände ersetzt wurden.

Für uns, die GAL, war immer klar, die A94 im Isental ist eine umweltpolitische und verkehrspolitische Fehlentscheidung, die für Mensch und Natur gravierende Nachteile mit sich bringt. Von der CSU gewollt und mit allen Mitteln durchgedrückt! Aber da scheint inzwischen auch so manchem CSU-Politiker ein Lichtlein aufgegangen zu sein…Wer aber glaubt, auch nur ein einziges Wort des Bedauerns oder einen Anflug von Reue zu hören, über das was Mensch und Natur mit dieser Trasse angetan wurde, der täuscht sich.

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OV Dorfen

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