Themenabend Landwirtschaft mit Gisela Sengl konstruktiv und informativ

Landwirte und Landkreisgrüne diskutieren anregegt mit der Landtagsabgeordneten

Am vergangenen Freitag, den 25. November trafen sich die Landkreis-Grünen in der Trattoria Camillo in Ottenhofen, um über die Lage der Landwirtschaft in der Region zu diskutieren. Mit etwa 25 Personen war der Nebenraum des italienischen Restaurants gut gefüllt.

Gisela Sengl, Sprecherin der Landtags-Grünen für Landwirtschaft und Ernährung und Bio-Bäuerin aus Sondermoning im Chiemgau referierte einleitend über die große Chance, das gute Leben vor Ort für Bienen, Landwirt*innen und Bürger*innen umzusetzen. Es ist möglich und nötig, die ökologische aber auch die konventionelle Landwirtschaft endlich umweltverträglicher zu gestalten, in dem vor Ort mehr Richtung Kreislaufwirtschaft gedacht wird.

Für den Artenschutz seien durchaus die Kommunen in die Pflicht zu nehmen: Biotopverbunde zusammen mit den Landwirt*innen, mehr blühendes Straßenbegleitgrün und eine Verringerung der Lichtverschmutzung können dazu beitragen, dass die wichtige Insektenfauna weniger harte Bedingungen vorfindet. Auch ein Glyphosatverbot auf kommunalen landwirtschaftlichen Pachtflächen kann dem Problem des Insektensterbens laut Sengl entgegenwirken.

Insgesamt nahm Sengl auch die Endverbraucher*innen in die Pflicht. Es sei wichtig, dass die Veränderung im Kopf der Bürger*innen passiere, dass die Kund*innen, sofern möglich, auf die Herkunft ihrer Lebensmittel achten und auch ihren Landwirt*innen und Dorfläden treu blieben. „Es geht darum, den Landwirten Wertschätzung und Respekt entgegenzubringen und auch das Gespräch zu suchen“, meint Sengl, des Weiteren sei es wichtig, „das Gespräch zu suchen und auch Lernbereitschaft zu zeigen. Viele Menschen haben einfach keinen Bezug mehr zur Landwirtschaft, das gilt es zu ändern.“.

Eine rege und konstruktive Diskussion von Interessierten, grünen Mitgliedern sowie einigen biologischen und konventionellen Landwirten prägte den Abend. Das Themenfeld erstreckte sich in der Diskussion von der Kinderbetreuung, über Schulbildung und -verpflegung bis hin zur Erhaltung der Artenvielfalt. Viele Fragen konnten geklärt werden und das Wissen der Landwirt*innen vor Ort kann so in Zukunft besser in grüne Politik einbezogen werden.